Glanzvolles Vorfinale der Schubertiaden 2026
Heinz und Margit Fischer, Maresa Hörbiger, Manuel Witting, Thomas Hampson, Andrea Herberstein, Elisabeth Gürtler, Maria Rauch-Kallat und zahlreiche weitere Gäste feierten mit Ildikó Raimondi, Günter Haumer und den Philharmonia Schrammeln einen sehr österreichischen Sonntagnachmittag im Schubert Schloss Atzenbrugg, präsentiert vom Bankhaus Spängler.
Atzenbrugg, 27. September 2026. Musik, Wiener Schmäh und große Gefühle: Mit "Eine Landpartie auf Schuberts Spuren" steuerten die Schubertiaden im Schubert Schloss Atzenbrugg am Sonntag auf ihr Saisonfinale zu. KS Ildikó Raimondi und Bariton Günter Haumer führten gemeinsam mit den Philharmonia Schrammeln durch einen Nachmittag, an dem viel gelacht, gestaunt - und zwischendurch auch ein wenig gerührt geschwiegen wurde.
Das ausverkaufte Konzert hatte bereits im Vorfeld für großes Interesse gesorgt. Grande Dame Elisabeth Gürtler hatte ihren Freundeskreis nach Atzenbrugg geladen, zugleich präsentierte das renommierte Bankhaus Spängler den Abend anlässlich des 30-jährigen Bestehens seiner Wiener Niederlassung. So trafen Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft im schönen Schubert Schloss im Tullnerfeld aufeinander.
Wiener Schmäh trifft Schuberts Finanzwelt
Dass ein Schubert-Nachmittag keineswegs nur getragen sein muss, bewiesen Raimondi und Haumer spätestens mit ihren humorvollen Betrachtungen über das menschliche Verhältnis zum lieben Geld. Beim klassischen Altwiener Couplet "Mir is’s alles an’s" aus den Kremser Alben wurde das traditionelle Spiel mit denen, die Geld haben - und jenen, die keines haben - kurzerhand in die Gegenwart geholt: "Wer a Geld hat, kann in Aktien spar’n, und wer kans hat, der hat kans verlor’n" - oder, passend zum Nachmittag: "Wer a Geld hat, sitzt im Publikum, und wer kans hat, steht auf da Bühne rum."
Berührendere Töne schlug Raimondi mit "Das ist der Herr von Schubert" an, einer Altwiener Walzeridylle zu Ehren Franz Schuberts. Und als die Philharmonia Schrammeln schließlich Johann Strauß’ "An der schönen blauen Donau", op. 314, in der Bearbeitung von Heinz Hromada anstimmten, schien das kleine Ensemble klanglich um ein Vielfaches zu wachsen: Fast konnte man meinen, ein ganzes Orchester sei im Atzenbrugger Festsaal versammelt.
Heinz Fischer: Ein Bussi für Intendantin Raimondi
Für einen jener Momente, die sich nicht inszenieren lassen, sorgte schließlich das Leben selbst. Während Schuberts "Deutsche Tänze" erklangen, entdeckte Bundespräsident a. D. Heinz Fischer durch eines der Schlossfenster einen Drachen, der am Horizont in den rosaroten Abendhimmel stieg. Ein kleines, stilles Bild - und für einige Augenblicke die perfekte Begleitung zur Musik. Emotional wurde es auch zwischen Fischer und Ildikó Raimondi: Als die Kammersängerin an ihre Ernennung zur Österreichischen Kammersängerin durch seine Hand erinnerte und sich bei dem ehemaligen Bundespräsidenten bedankte, stand Fischer spontan auf und umarmte sie. Raimondi war an diesem Nachmittag nicht nur Sängerin und Gastgeberin. Sie führte die honorigen Gäste persönlich durch Schloss und Museum und unterhielt sie mit launigen Anekdoten über ihren Lieblingskomponisten Franz Schubert, dessen Leben und Musik sie seit vielen Jahren begleiten.
zurück