Atzenbrugg



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Neues Museum und Informationen zum Schloss Atzenbrugg


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Das Museum im Schloss Atzenbrugg soll modernisiert werden. Die Geschäftsführerin der Schloss-Atzenbrugg GesmbH Mag. Edith Mandl informiert dazu.


Sucht man nach " Musikergedenkstätten in Niederösterreich" findet man folgenden Text:

In einem Bächlein helle ...

Schubert in Atzenbrugg oder Schönberg in Mödling: Niederösterreichs Musikergedenkstätten haben viele Geschichten zu erzählen.
Eine Haarlocke Franz Schuberts in Atzenbrugg, das Rohrauer Strohdach, unter dem Joseph und Michael Haydn geboren wurden, und ein Haus in Baden, in dem Ludwig van Beethoven mit seinem Schicksal haderte und dabei seine für alle Zeit gültige Musik schrieb.

Dabei sind es nicht nur die berühmten Komponisten - darunter auch Arnold Schönberg, der in Mödling wohnte, oder Hugo Wolf, dessen Spuren sich in Perchtoldsdorf finden - deren Musikergedenkstätten überall im Land eine Reise lohnen. Da ist Ignaz Joseph Pleyel, Zeitgenosse Beethovens, den es aus dem Weinviertler Ruppersthal bis ins ferne Paris verschlagen hat. Das Erbe des in seiner Ära meistgespielten Komponisten pflegt man mit Konzerten und in einem sehenswerten Museum, das man in seinem Geburtshaus eingerichtet hat.

Mit hochkarätig besetzten Konzerten und einem sorgfältig zusammengestellten Museum hält man im Mostviertler Ruprechtshofen die Erinnerung an Benedict Randhartinger, Komponist, Sänger und k. k. Hofkapellmeister, lebendig. Eine schöne Tradition hat man in Schloss Atzenbrugg wiederaufgenommen: Dort, wo Franz Schubert seine Sommer mit Freunden verbrachte, werden Schubertiaden auf höchstem Niveau veranstaltet.

www.niederoesterreich.at/musikgedenkstaetten-komponisten


Dass Atzenbrugg sich in diese Reihe der Musikergedenkstätten einreiht passiert nicht selbstverständlich, sondern basiert auf der Arbeit vieler engagierter Menschen aus Atzenbrugg und vieler Schubertfreunde aus ganz Österreich. Allen voran fallen mir Namen ein wie Rosl Schwab, Bgm. Leopold Schmatz, Schloss Geschäftsführer Peter Haferl und zahlreiche Präsidenten und MitarbeiterInnen des Komitees zur Rettung der Schubertgedenkstätte, wie u.v.a. Mag. Dietlinde Rakowitz, Botschafter i.R. Dr. Christoph Cornaro und Prof. Dr. Walburger Litschauer.

Nicht vergessen darf man die vielen KünstlerInnen, die ehrenamtlich an der Restaurierung dieses Schlosses mitgewirkt haben und natürlich die vielen freiwilligen Stunden, die die Bewohner von Atzenbrugg hier gearbeitet, aufgebaut, gepflegt und instandgehalten haben.

Ich habe mit sehr viel Respekt dieses Amt nach dem Tod von Bgm. Leopold Schmatz übernommen. Es war üblich, dass beide im Gemeinderat tätigen Parteien einen Geschäftsführer nominieren. Für die SPÖ war und ist das Annemarie Egretzberger, die sich mit Leidenschaft und viel Begeisterung dem Adventmarkt und der Betreuung der Aussteller widmet. Die kulturellen und finanziellen Belange habe ich von Leopold Schmatz übernommen. Dennoch sind meine Kollegin Annemarie Egretzberger und ich in einem ständigen Informationsaustausch, damit die Transparenz der Entscheidungen zu jeder Zeit gewährleistet bleibt.


Ein kurzer Zeitablauf der Geschehnisse:
Ab Mai 2016 begannen die Gespräche für die Renovierung der Außenfassade Turm inkl. Westflügel. 2018/2019 erfolgte die Restaurierung des Westflügels Außenfassade und Fenster und eine Übergehung des Daches.

Aug 2018 Besprechung Mag. Dikowitsch (Land NÖ) Fixierung Kulturstandort Atzenbrugg mit Franz Schubert Gedenkstätte. Dazu waren entsprechende Kontaktaufnahmen mit dem Bundesdenkmalamt notwendig. Im Aug 2019 gab es über Anregung Dr. Michael Linsbauer Land NÖ einen Besuch der Gemeindevertretung im Hayden Museum Rohrau, welches 2017 neugestaltet worden war. Im Zuge dessen wurde festgehalten, dass man sich eine Modernisierung der Schubertgedenkstätte Atzenbrugg nach diesem Vorbild vorstellen könne. Dafür wäre eine komplette Umgestaltung des Museums notwendig (Barrierefreiheit, Lift, usw.)

Dez 2019 Besprechung Land Kulturabteilung mit Mag. Dikowitsch, Dr. Linsbauer, Mag. Brandtner und der Schloss Geschäftsführung: Es wurde eine gemeinsame Übereinstimmung erzielt - Atzenbrugg Schubertgedenkstätte soll entsprechend ausgestaltet werden und ein möglicher Finanzierungsplan wurde erarbeitet.

Zwischenzeitlich gab es zahlreiche Besprechungen mit Schubert Komitee Dr. Mayrhofer-Grünbühel und der musikalischen Leiterin der Schubertiaden Prof. Helena Dearing, der Kunsthistorikerin Mag. Agnes Brandtner und GF Edith Mandl über das kuratorische Konzept und eine Ideensammlung für die Neugestaltung des Museums. Bundesdenkmalamt wurde in jedem Schritt mit eingebunden.

Am 13. Mai 2022 fand ein Termin im Gemeindeamt Atzenbrugg mit Dr. Michael Linsbauer (Land NÖ), Mag. Agnes Brandtner, Prof. Helena Dearing, Mag. Peter Haferl , Mag. Edith Mandl, Richard Marschik und Franz Mandl statt. Es wurden die konkreten Maßnahmen für die weiteren Schritte dargelegt und ein Zeitplan erarbeitet. Wobei auch die Finanzierung zu 50 % (500.000.-) seitens der Schloss GmbH, ca. 25% (250.000.-) Land NÖ, ca. 25% (250.000.-) Ecoplus besprochen wurde.


Die beiden Geschäftsführerinnen der Schloss GmbH beantragten dementsprechend bei dem Gesellschafter (der Marktgemeinde Atzenbrugg) den erforderlichen Kostenbeitrag. Genau zu diesem Zeitpunkt wurde der Gemeinderat (und zwar BEIDE Fraktionen) ausführlich informiert und über die erarbeiteten Ideen und Möglichkeiten in Kenntnis gesetzt.
Die Durchführung der erforderlichen Arbeiten soll 2023/2024 erfolgen. 2022 Ausschreibung und Planungsjahr.

Zielsetzung des Projektes: Ein modernes Museum für Franz Schubert und seinen Freundeskreis in großer Würdigung der Leistungen des Komitees zu schaffen. Schloss Atzenbrugg soll als Ausflugsziel beworben werden (auch mit NÖ Card und weiteren Landesmedien), sonstige Veranstaltung von regionalen Vereinen im Schloss und Schlossgarten sollen ermöglicht werden und auch im Schlossgarten soll Franz Schubert erlebbar gemacht werden.

Für unserer Vereine und Institutionen soll eine attraktive Infrastruktur geschaffen werden, die Feste im Schlossgarten erleichtern soll. Dafür arbeitet Mag. Peter Haferl gemeinsam mit der Schloss Geschäftsleitung an einem Leaderprojekt, dass gemeinsam mit der Gemeindeführung umgesetzt werden soll.

Also alles in allem - sehr viel Arbeit wurde und wird geleistet, sehr viele ehrenamtliche Stunden von vielen Menschen. Was wir jetzt brauchen ist Zusammenarbeit und viele Leute, die mitmachen, mitdenken und mitgestalten.

Ein erster Schritt war der einstimmige Grundsatzbeschluss im Gemeinderat in seiner Sitzung am 4. Juli 2022 dieses Projekt mitzutragen und auch die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung zu stellen.


Foto-Impressionen:














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