Atzenbrugg





 

Projekttage der Hauptschule Atzenbrugg-Heiligeneich


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Die Woche nach den Osterferien war in der HS Atzenbrugg-Heiligeneich wieder besonders lebhaft. Hatten doch alle Schulstufen und Klassen ihre eigenen Projekttage:

Die 1. Klassen beschäftigten sich mit Märchen und Sagen aus Wien. Eine Sagenwanderung durch die Wiener Innenstadt durfte da natürlich nicht fehlen. Gekonnt präsentierten die Schüler während dieser Wanderung die betreffenden Sagen an den historischen Orten.

Die 2. Klassen hatten abwechselnd Schwimmunterricht und Theaterproben. Theaterspielen im Englischunterricht gehört in der HS Atzenbrugg bereits zur Tradition. Ab der2. Klasse haben die SchülerInnen die Möglichkeit ihr schauspielerisches Talent auch in der Fremdsprache zu erproben.

Nach dem Studium der Texte während des Englischunterrichts kommt David Taylor, ein Schauspieler des Vienna Englisch Theatre, an die Schule. Unter seiner Regie wird das Stück erarbeitet und aufgeführt. Diese Workshops stellen immer wieder ein besonderes Highlight im Englischunterricht dar.

Die 3. Klassen arbeiteten mit amerikanischen Native Speakern an einem Home-School Projekt. 3 Tage lang war Englisch ihre Umgangssprache. Der Bogen von Aktivitäten spannte sich vom Einkaufen übers Kochen und Ballspielen bis hin zu Talkshows . Internetrecherchen und Referate zu diversen Themen rundeten das Programm ab. Das Wichtigste aber, die Kinder konnten einen natürlichen Zugang zur Sprache in sehr lustvoller Umgebung erleben.

Auch der Sport kam nicht zu kurz. Gab es doch Radausflüge und Nordic Walking Touren. Außerdem fanden einige Schüler und Lehrer noch Zeit im Schulgarten ein Hochbeet anzulegen, bzw. die Bilderrahmen für selbstgemachte Großflächenbilder anzufertigen.

Am bereits über viele Jahre bestens bewährten Zeitgeschichteprojekt "Lernen statt Vergessen" nahmen die 4- Klassen mit ihren Klassenvorständen teil.

Davon berichtet HOL. Luise Holicki, die Projektleiterin:

Heuer fand dieses Projekt bereits zum 11. Mal statt.

Erster Programmpunkt am Mittwoch war das Leopold-Figl-Museum in Rust: Jener große Tullnerfelder war einer der bedeutendsten Politiker, die für unsere 2. Republik und deren Freiheit kämpften. Es ist schön, dass unsere Schule seinen Namen tragen darf.

Danach fuhren wir ins Kino nach Tulln um uns den mit einem Oskar ausgezeichneten Film "Die Fälscher" anzusehen

Am Donnerstag besuchten wir die Gedenkstätte Mauthausen. Trotz guter Vorbereitung im GS-Unterricht waren wir tief erschüttert über die Berichte des Zivildieners, der uns durch das ehemalige Konzentrationslager führte.

Den letzten Projekttag verbrachten wir in der Schule. Wir bekamen Besuch von einigen unserer ersten HS- AbgängerInnen: Fr. Hansi Groiss, Fr. Ernestine Heitz, Hrn. Franz Draxler und Hrn. Johann Hagl.

Ihr Schulalltag zwischen 1948 und 1952 war alles andere als leicht: Sie mussten zu Fuß zur Schule gehen, hatten keinen Turnsaal, kein fließendes Wasser in den Klassen, keine Zentralheizung, keinen richtigen Spielplatz, keinen Schrank voller Kleider, … Zur Jause gab es Schmalzbrot oder Brot mit kalter Eierspeis. Am Nachmittag hieß es in den Russischunterricht zu gehen.

Jeder war auf die Hilfe des anderen angewiesen. Heute können diese Damen und Herren mit Stolz auf ihr Leben zurückblicken und wir bewundern sie. Sie sind 72 Jahre alt und noch immer voller Elan und Lebensfreude! Einfach nachahmenswert!!!

Projekttage sind für die Schulgemeinschaft ein wichtiges Element. Über die gemeinsame Arbeit hinaus bieten sie Gelegenheit zu neuen Kontakten und vielleicht sogar zu Freundschaften und sie stärken das Wir-Gefühl. Typisch für diese Arbeitsform sind eine Vielzahl von Exkursionen und die Beteiligung außerschulischer Personen.

Um die Eindrücke in Erinnerung zu rufen, haben wir hier einige Bilder zusammengestellt.

Viel Spaß beim Betrachten.

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Bildbericht: HD Susanne Haidegger

Atzenbrugg, 15.4.2010/frö




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