Atzenbrugg





 

Umwelttag 2010


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An die 200 Menschen beteiligten sich am Samstag, 10. April, am "Umwelttag 2010", zu dem der Umweltbeirat aufgerufen hatte und bei dem das ganze Gemeindegebiet von Atzenbrugg einem Frühjahrsputz unterzogen wurde.

Mit dabei waren Kinder der Volksschule, der Pfadfindergruppe Heiligeneich, die Kameraden der FF Heiligeneich, FF Trasdorf, eine Gruppe der Feuerwehrtaucher NÖ, und noch zahlreiche andere Vereine, wie VV Hütteldorf-Watzendorf, VV Moosbierbaum-Heiligeneich, VV Ebersdorf, VV Tautendorf, Atzenbrugger, die Dorferneuerung Atzenbrugg, die Gilde, die Jägerschaft Trasdorf und der Tennisverein. Zum Abschluss stärkten sich alle Mitarbeiter mit Gratiswürsteln und Freigetränken, die alljährlich von den ÖVP-Frauen zubereitet werden.

"Ich nahm an, dass diese alljährliche Aktion doch schon ins Bewusstsein der Menschen gedrungen ist, aber der heutige Tag beweist uns, dass wohl noch ein weiter Weg der Überzeugungsarbeit vor uns liegt", zeigte sich Umweltgemeinderat Manfred Rathmann sehr betroffen über die riesigen Mengen an Müll und Unrat, die von den vielen freiwilligen Helfern gesammelt worden waren: 10 Autoreifen, Waschbecken, ein Ölofen, Mikrowellenherd, Radiorecorder, Autokotflügel, ein ganzer Hasenstall, Eisenteile, Nägel in Asche am Feldwegrand und große Mengen an Restmüll, wie Flaschen, Dosen und ganze Säcke mit Hausmüll wurden ins Sammelzentrum gebracht.

Achtlos weggeworfene Abfälle auf Straßen, Plätzen und in der Natur können so klein, wie eine Zigarettenkippe, oder so groß, wie ein Kühlschrank sein. Die Gründe des achtlosen Wegwerfens sind vielfällig - Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit, mangelndes Verantwortungsbewusstsein, schlichtes Unwissen und Provokation sind einige der Verhaltensmuster.

Das geänderte Konsumverhalten spielt eine wesentliche Rolle bei der Zunahme des Wegwerfens, denn wir entwickeln uns immer mehr in Richtung Wegwerfgesellschaft. Letztlich steht immer der Mensch hinter der Verursachung des achtlosen Wegwerfens und es liegt am Einzelnen etwas dagegen zu tun.

Die 200 Kinder und Erwachsenen, die an diesem Tag bei Kälte, Regen und Wind unterwegs waren, leisteten einen wesentlichen, freiwilligen Beitrag zur Erhaltung der Lebensqualität in unserer Gemeinde. Diese Arbeiten könnten von der öffentlichen Hand, wie Gemeinde oder Land niemals geleistet werden und so ist es umso wichtiger, den Menschen DANKE zu sagen, die in ihrer Freizeit den Mist wegräumen, den gleichgültige und unbelehrbare Zeitgenossen in Wald und Flur hinterlassen.

Wichtig ist es aber auch in Zukunft mehr Zivilcourage zu zeigen und die "Schmutzfinke" immer wieder darauf aufmerksam zu machen, dass Müll ins Sammelzentrum gehört und Dosen, Flaschen, Jausenpapier und Zigarettenschachteln nicht aus dem Autofenster geworfen werden dürfen.

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Text: UmweltGR Manfred Rathmann und GGR Mag. Edith Mandl
Fotos: Erich Marschik und GGR Mag. Edith Mandl

Atzenbrugg, 12.4.2010/frö




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