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05.06.2019 Heiligeneich - Klassenabend Blockflöte


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Klassenabend einmal anders



Meine Blockflötenklasse in Heiligeneich besteht zur Zeit aus 12 Kindern, von denen 6 heuer zu lernen begonnen haben. Insgesamt handelt es sich um eine sehr junge Truppe (3 Kindergartenkinder, 4 Kinder aus der 1. Klasse Volksschule, alle übrigen aus 3. und 4. Klasse Volksschule. Bei der Planung meines Vorspielabends stellte sich für mich gleich zu Beginn die Frage, ob es bei dieser Konstellation überhaupt Sinn macht, einen eigenen Klassenabend zu gestalten, und wie es gelingen kann, dass dieser nicht nach 10 Minuten bereits wieder zu Ende ist. Also machte ich mich zunächst auf die Suche nach einem geeigneten Motto, welches schnell im Bilderbuch „Es gibt so Tage…“ von Heinz Janisch und Helga Bansch gefunden war. In diesem Buch erlebt das Mädchen Merike auf jeder Seite einen Tag unter einem anderen Gesichtspunkt. Am 4. April war es dann endlich so weit: „Es gibt so Tage, da hab‘ ich Lust auf ein Blockflötenkonzert!“ Ein Problem galt es noch zu lösen: Wie gelingt es, dass die Kinder, die noch nicht (ausreichend) lesen können, den Ablauf des Konzerts mitverfolgen können? Auch dafür wurde rasch eine Lösung gefunden: Die mitwirkenden Kinder nahmen in Auftrittsreihenfolge in einem Halbkreis auf der Bühne Platz, sie hatten zusätzlich die Aufgabe erhalten, ein zu Hause gemaltes Bild zum Auftritt mitzubringen. Vor der Bühne wurde eine Leine gespannt, auf welche genauso viele Wäscheklammern wie Teilnehmerinnen und Teilnehmer geklemmt wurden. In einem Couchsessel nahm auf der Bühne ein größeres Kind Platz, welches aus dem Bilderbuch einen adaptierten Text vorlas und so jeden Beitrag anmoderierte (etwa: „Es gibt so Tage, da fühle ich mich wie im Märchen“ – dann folgte das Lied „Hänsel und Gretel“ usw.). Die Moderation wechselte zur Hälfte des Konzerts. Jedes Kind durfte am Ende seines Beitrages das gemalte Bild mit einer freien Wäscheklammer aufhängen – so hatten auch Leseunkundige einen Überblick darüber, wie lange das Konzert noch dauern würde. Die solistischen Beiträge wurden von 2 Ensembles eingerahmt, es eröffneten die Jüngeren, und den Abschluss des Klassenabends bildete ein Blockflötenquartett aus den Größeren, welches von einer Gitarristin begleitet wurde. Das Konzert mit diesem neuartigen Konzept war ein voller Erfolg, der Ablauf funktionierte reibungslos. Das Publikum war begeistert, und 12 mehr oder weniger Anfängerinnen und Anfänger schafften es, die Gäste eine Stunde lang kurzweilig mit ihrer Musik zu unterhalten.





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