Atzenbrugg





 

Moosbierbaumer Trafikantin Hermine Resch schließt Geschäftslokal


aa_trafikresch.jpg

Die weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannte und geschätzte Moosbierbaumer Trafikantin Hermine Resch schließt mit 31.3.2010 für immer ihr Geschäft.

Im Geschäftslokal war nicht nur stets eine vielfältige Auswahl an Zeitschriften und Rauchwaren vorrätig, sondern auch die Möglichkeit Toto und Lotto zu spielen lockte Kundschaft an.

Die Trafik Resch war aber auch ein dörfliches Kommunikationszentrum, wo man einander zum Gedankenaustausch traf. Maßgeblich dafür war die immer freundliche Umgangsart, die Frau Hermine Resch und ihr leider viel zu früh verstorbener Gatte Ferdinand der Kundschaft entgegenbrachten.

Von 1926 bis 1939 betrieb die Großmutter von Frau Resch eine Trafik auf dem Bahnhofsgelände in Moosbierbaum. Sie verkaufte Zigaretten und Zeitungen an die Bahnbediensteten und Zugreisenden. Anlässlich der damaligen Kirtage in Moosbierbaum war das Verkaufslokal aber auch als Kirtagstandl sehr beliebt. Punschkrapfen und Schaumrollen fanden viele Käufer.

1939 übernahm die Mutter von Frau Resch die Bahnhofstrafik und führte sie bis zum Jahr 1969. Ab 1952 konnte man auch Toto spielen.

aa_trafikresch1.jpg
Trafik am Bahnhof Moosbierbaum 1939:
Mutter und Urgroßvater

Seit 1969 führte Frau Hermine Resch selbst die Trafik. 1996 folgte die Standortverlegung vom Bahnhof ins Haus Zwentendorfer Straße 6. Ab 1986 konnte man neben Toto auch Lotto spielen.

Frau Hermine Resch bedankt sich bei ihren vielen treuen Kunden recht herzlich für die jahrzehntelang erwiesene Treue.

Wir wünschen ihr für den verdienten Ruhestand alles Gute, vor allem Gesundheit.

Sie wird uns fehlen, die stets freundliche Frau Resch, die an allen 7 Tagen der Woche für ihre Kunden geöffnet hatte.

Recherche und Fotos: Alfred Fröhlich

Atzenbrugg, 31.3.2010




zurück