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17.07.2018 Gars am Kamp - Tosca


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Das war eine tolle Tosca!



Alles war gut, Inszenierung, Orchester, Solisten, .. .und alle waren zufrieden

Tosca ist eine Oper in drei Akten von Giacomo Puccini, die 1900 uraufgeführt worden ist. Sie ist in italienischer Sprache verfasst und spielt am 17. und 18. Juni 1800 in Rom. Die Handlung ist frei erfunden, doch der Hintergrund ist stark an historische Ereignisse angelehnt. Die Hauptpersonen sind Floria Tosca, eine Opernsängerin; Mario Cavaradossi, ein Maler; Baron Scarpia, ein Polizeichef und Cesare Angelotti, ein politischer Gefangener.

Cavaradossi versteckt seinen alten Freund Angelotti bei sich zuhause, nachdem dieser in die Kirche, in der Cavaradossi ein Bild malt, geflüchtet ist. Der Polizist Scarpia, der davon erfahren hat, verfolgt die beiden, kann jedoch nur Cavaradossi gefangen nehmen, weil Angelotti geflohen ist.
Scarpia lässt Cavaradossi foltern und dessen Geliebte Tosca, die die Schreie nicht mehr erträgt, verrät schließlich das Versteck Angelottis. Dieser nimmt sich das Leben, als die Soldaten Scarpias ihn gefangen nehmen wollen.
Währenddessen verurteilt Scarpia Cavaradossi zum Tode, weil sich herausgestellt hat, dass dieser eine gegnerische politische Einstellung hat. Tosca will ihren Geliebten retten und geht einen Pakt ein: Für eine Scheinhinrichtung Cavaradossis muss sie Scarpia frei ergeben sein; im Gegenzug dafür verfasst dieser einen Geleitbrief für Tosca. Nachdem er das Dokument unterschrieben hat, ersticht ihn Tosca und läuft zu Cavaradossi auf die Engelsburg.
Sie teilt ihm mit, dass seine Tötung nur vorgetäuscht wird und sie einen Brief erhalten hat, in dem steht, dass sie zusammen die Stadt verlassen dürfen. Doch nach der Hinrichtung muss Tosca feststellen, dass auch Scarpia sie betrogen hat: Cavaradossi ist wirklich erschossen worden! Schon kommen die Soldaten, die von Scarpias Ermordung erfahren haben, um Tosca festzunehmen, doch diese stürzt sich von der Engelsburg in den Tod.

Wir besuchten am 17. Juni 2018 die Vorstellung auf der Burg Gars. Das Ambiente war wunderschön und die Ruine in die Handlung mit einbezogen. In einer Szene läuteten beispielsweise die Glocken von einem Turm und wurden von einem anderen Turm erwidert. Die Schauspieler liefen auch des Öfteren durch die Zuschauerreihen ganz nach hinten. Der Aufbau der Bühne und des Orchesters wurde ebenfalls schön gelöst, da man vom Publikum aus sowohl die gesamte Bühne als auch das Orchester sehr gut im Blick hatte. Im Orchester spielten hauptsächlich Wiener Studenten, was für mich besonders interessant war.
Die Künstler sangen alles in Italienisch, doch aufgrund von Anzeigetafeln mit deutschem Text verstand ich die Handlung trotzdem.
Besonders gut gefiel mir die Figur des Baron Scarpia und Toscas Arie, die sie sang, als sie ihn erstach. Die Schauspieler waren alle sehr schön kostümiert und geschminkt und spielten ihre Rollen wirklich überzeugend. Weiters gefiel mir das gigantische Tuch, welches das ganze Dorf gemeinsam mit roter Farbe bemalt hatte. Bei der Erschießung Cavaradossis erklang ein Pistolenschuss, der unerwartet laut war, sodass alle erschrocken zusammenzuckten!
Es war ein bereichernder Ausflug und ich hoffe, wieder einmal eine Sommervorstellung besuchen zu können!
Valentina Grand


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