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Leaderregion stellt Weichen für die energiepolitische Zukunft
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Am 23. April 2010 erfolgte der Auftakt zur Erstellung eines regionalen Energiekonzeptes für die Leaderregion Donauland-Traisental-Tullnerfeld in Michelhausen.

Den Nachmittag nutzten die Veranstaltungsbesucher zur eindrucksvollen Werksbesichtigung beim Familienbetrieb BRUCHA, mit ca. 500 Mitarbeiter/Innen der größte Arbeitgeber im Tullnerfeld. Durch die Erzeugung hochwertiger Wärmedämmpaneele liefert der Betrieb einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Energieeinsparung und betreibt darüber hinaus zur firmeninternen Maschinen- und Gebäudeheizung eine 1.500 kW Verbrennungsanlage für erneuerbarer Energieträger.

Danach konnte der Hausherr und stellvertretende LEADER Obmann, LAbg. a. D. Bgm. Rudolf Friewald im Festsaal der Marktgemeinde Michelhausen über 80 Personen begrüßen, darunter zahlreiche Bürgermeisterkollegen, Gemeinderäte, Firmenvertreter sowie am Thema Energie Interessierte aus den 21 Mitgliedsgemeinden.
DI Alexander Simader, Geschäftsführer der beauftragten Firma Energy Changes stellte den Ablauf der Konzepterstellung vor, sein Mitarbeiter Mag. Hannes Stelzhammer präsentierte bereits erste Ergebnisse der Potenzialanalyse.

Dr. Robert Wimmer von der TU Wien hielt einen Vortrag über energiereduzierte Gebäudekonzepte, die im „LEWARI – Dorf“ bei Traismauer in die Praxis umgesetzt werden sollen. Die von ihm aufgeworfene Frage: „Warum schließen wir Haushaltsgeräte an das Stromnetz an?“ beantwortete er mit: „weil sie einen Stecker haben!“ Dr. Wimmer verwies dabei auf die Tatsache, dass zum Kochen, Kühlen, Waschen auch Wärme aus einem Nahwärmenetz verwendet werden könnte. Entsprechende Geräte wären teilweise auch schon länger am Markt erhältlich.

In der anschließenden Podiumsdiskussion suchten der Geschäftsführer der Firma RENERGIE, LR. a. D. Josef Plank, BGM Rudolf Friewald, DI Alexander Simader, der Betreiber einer Biogasversorgungsanlage und eines Nahwärmenetzes, Ing. Karl Pfiel sowie Leadermanager Ing. Franz Mitterhofer regionale Antworten auf die herausfordernde energiepolitische Zukunft. Übereinstimmung herrschte vor allem beim Thema Energiebewusstsein. Josef Plank forderte einen Umdenkprozess anhand eines einfachen Beispiels: Es macht sich kaum jemand große Gedanken, wenn sein PKW pro Jahr 3.000 € an Wert verliert, aber beim Thema Errichtung einer Solar- oder Photovoltaikanlage sagt er sofort, dass sich das nicht rechnet. Friewald ergänzte, dass früher oder später jeder einzelne zum Klimaschutz beizutragen haben wird, egal ob es sich finanziell rentiert oder nicht. Die Forderung Pfiels, dass sich die Politik beim Thema CO2 Ausstoß mehr trauen sollte wurde von den Diskutanten zwar grundsätzlich sehr begrüßt, jedoch mit dem Hinweis versehen, dass jede politische Verordnung zu zusätzlichen Belastungen der Haushalte führen würde.

Die Anregung aus dem Publikum nach Mitbetrachtung der Wasserkraft als regionales Energiepotenzial wurde mit dem Hinweis beantwortet, dass die Analysen zu Wasserkraft und Geothermie noch in Arbeit sind.
Durch den Abend führte DI Karl Reiner von der ÖAR, der auch die Projekt begleitende Öffentlichkeitsarbeit durchführen wird.
Bei einem kleinen Imbiss, regionalen Weinen und Fruchtsäften wurde noch lange angeregt weiterdiskutiert.

geplante Veranstaltungen:
  • eine zweitägige Exkursion (Juni)
  • 3 Energieschmieden zur regionalen Zieldefinition (Mai, Juni, Juli)
  • Mehrere Workshops zu den Themen: Energieeffizienz (Pumpen, Beleuchtung, Wärme); Mobilität, Projektsteuerung und Koordinierung (Fördermitteleinreichnung, etc.)
  • Energiestammtische für Interessierte zur informellen Diskussion

    Ziele des regionalen Energiekonzepts:
  • Finden der regionalen Potentiale sowie deren Vernetzung
  • Maßnahmenplanung
  • Zieldefinitionen
  • Empfehlungen
  • Erarbeiten von konkreten Projektideen

    Bild: (vlnr.): DI Josef Plank, Bgm. Rudolf Friewald, Moderator DI Karl Reiner, DI Alexander Simader, Ing. Karl Pfiel, Ing. Franz Mitterhofer

  • Einladung zur Veranstaltung (166 KB)
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