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Ist eine Industrialisierung der Landwirtschaft wirklich nachhaltig?
Seit einigen Jahren versucht man mit Zertifikaten, Gütesiegeln und sonstigen Vorschriften sicheres Lebensmittel für den Konsumenten, gerechte Preise vom Landwirt bis zum Verbraucher und nachhaltiges Umgehen mit den Ressourcen zu garantieren.

Diese Versuche werden von Konzernen aber oft nur dazu benutzt die Herstellung ihrer Produkte salonfähig zu machen. Angefangen von Landraub in den Entwicklungsländern, über die Ausbeutung von Boden, Menschen und Tieren. Der schnelle Profit für die Unternehmen steht an oberster Stelle, ohne über die langfristigen Auswirkungen für Natur und deren Lebewesen nachzudenken.

In Österreich werden Schweine mit einem Deckungsbeitrag von durchschnittlich 10 Euro pro Mastschwein gemästet. Somit versucht man natürlich auch hier effizienter zu werden, in dem man den Neubau von großen Ställen fördert und die Mastzeit von 4 Monaten durch immer „ bessere“ werdende Futtermittel zu verkürzen. Diese Optimierungen führen leider nur dazu, dass ein generationsgerechtes Wirtschaften nicht mehr möglich ist. Die gleichen Probleme gibt es in der Getreidewirtschaft oder am Zuckermarkt.

Durch gezielt gezüchtete Sorten, werden dem Boden mehr Energie entzogen, als man dem Boden wieder zurückgeben kann ohne noch größere Schäden an der Bodenstruktur anzurichten. Die Lebensmittelindustrie arbeitet nach dem Prinzip: der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Manchmal kommt es mir vor, als wäre unsere Generation, die Letzte.

Letztendlich werden diese Produkte mit einer Unmenge von Gütesiegeln versehen, um die Wahrheit zu verdrängen und mit einer Lüge das Gewissen zu verbessern.

Lebensmittel haben in der zerstörerischen Freien-Marktwirtschaft keinen Platz. Sonst zerstören wir unsere Nahrungsquellen. Nahrung ist nachwachsend und somit eine Kreislaufwirtschaft und keine Finanzwirtschaft für Konzerne und Handelsketten.

Nachhaltigkeit heißt auch, dass nicht mehr verbraucht werden darf als sich natürlich regenerieren und künftig wieder bereitgestellt werden kann.

Dazu passendes, aktuelles Urteil:
Urteilsveröffentlichung BILLA (771 KB)

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