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Mehl, ein Naturprodukt im Wandel der Zeit
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Aufgrund des Slogans "Geiz ist geil" und der Idee, ein Handwerk entspreche nicht mehr der Zeit, wird der Bäcker neu erfunden.

Müllermeister Erich Langer sagt:

"Tradition, Meister oder Hersteller eines Lebensmittels sind hier nicht gefragt. Nein, ein Tiefkühltrick (die Teigherstellung wird vom Backen getrennt) und das Aufwärmen eines Industrie-Teiglings sollen diese Rollen übernehmen.

Durch Zusetzen von High Tech Enzymen (künstlich verändertes Eiweiß aus dem Labor), wird das Naturprodukt Mehl zu einer genormten Backzutat künstlich verändert, um eine reibungslose industrielle Herstellung eines Teiglings zu gewährleisten.

Somit werden viele Arbeitsplätze eingespart und der daraus resultierende „kostengünstige“ Teigling bekommt kalkulatorisch die Möglichkeit, vorgebacken, schockgefrostet, längere Zeit tiefgekühlt gelagert und anschließend noch durch halb Europa transportiert zu werden, ohne dabei auf die Faktoren Energieeffizienz und Umwelt zu sehen. Diese aufkommenden Kosten werden erst später unsere Kinder nachbezahlen. Also ein wirklich günstiges Produkt für den Arbeitsmarkt und unsere Nachkommen um ständig „frisches“ Gebäck (wahrscheinlich aus gesundheitlichen und irgendeinem Hygienezertifikat auch bald in einer gesetzlichen Form vorgegeben) an jeder Ecke zu erhalten.

Enzyme sind Proteine, welche wichtige Funktionen im Stoffwechsel von Organismen haben. Sie steuern den überwiegenden Teil biochemischer Reaktionen (auch in unserem Körper) und werden in der Backindustrie nur als Zusatzstoffe bezeichnet. Zusatzstoffe müssen aber im Gegensatz zu Inhaltsstoffen nicht deklariert werden, denn sie sind „nur“ technische Hilfsstoffe bei der Erzeugung und zerfallen beim Backen im Ofen (angeblich). Was ist aber, wenn es nicht so ist bzw. mit zu wenig Temperatur oder zu kurz aufgebacken wird?

Nun wirft sich die Frage auf, wer oder was ist bei einer Glutenunverträglichkeit oder bei Allergien verantwortlich?"

Ihr Erich Langer
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