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Filmtipps
Nappily Ever After
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Violet verbringt die meiste Zeit ihres Lebens damit ihre Haare zu stylen, denn sie glaubt, dass ihr natürliches Haar nicht gut genug sei, um im Job und in der Liebe gut anzukommen. Doch was passiert, wenn sie zurück zum Ursprung gehen und mit ihrem natürlichen Haar klarkommen muss?

Basierend auf dem gleichnamigen Roman von Trisha R. Thomas, die neueste Rom-Com „Nappily Ever After“ versucht genauso wie „To All the Boys I Loved Before“ oder „Sierra Burgess is a Loser“ an der Stärkung des Selbstvertrauens einer Frau anzuknüpfen. Violet wurde schon als Kind immer von ihrer Mutter in eine gewisse Richtung des Benehmens gedrängt, ein normales Kind sein und Spaß haben durfte sie nicht. Dies wird vor allem in einer Anfangsszene des Filmes sichtbar, als Violet im Schwimmbad im Sommer ihrem kindlichen Bedürfnis nach Spaß und Freude nachgibt und trotz der Ermahnung ihrer Mutter ins Wasser springt. Die Folgen davon sind fatal. Violets sonst so gestriegeltes, fein gekämmtes und geglättetes Haar reagiert auf das Wasser und steht ihr in allen Richtungen vom Kopf ab – sie wird zum Gespött der anderen Kinder.

Von diesem Zeitpunkt an vertraut Violet ihrer Mutter im Punkto Haare voll und ganz und selbst heute noch, im Alter von 30 Jahren, besucht ihre Mutter sie mitten in der Nacht, um ihr liebevoll die Haare für ihren großen Tag, ihre vermeintlich bevorstehende Verlobung, zu glätten. Violets Partner ist somit jeden Morgen aufs Neue komplett fasziniert und verzaubert wie wunderbar seine Freundin aussieht, so schön und natürlich.

An ihrem großen Tag kommt jedoch alles anders als erwartet. Zuerst wird die sonst so reservierte Frau, die in der Werbebranche tätig ist, von einem Gartenschlauch nass gespritzt, wodurch ihre Haare wieder verrückt spielen. Sofort läuft Violet in letzter Minute zum Friseur einer Freundin und wirkt dort sehr unentspannt und abgehoben, sie ist bereit jede Summe zu zahlen, um ihre Haare rechtzeitig zu richten. Dort geschieht jedoch ein missgeschick und Violets Haar beginnt auszufallen – eine Tragödie! Zum Glück lebt die Frau aber in einer sehr modernen Zeit und so muss eine Perücke für den Abend herhalten.

Violet verschätzte sich jedoch in ihrem Freund, der ihr an dem Abend keinen Heiratsantrag macht. Sie fühlt sich als ob sie ewig auf so einen warten würde und so kommt es zu einem Streit zwischen den beiden, der dazu führt, dass sie sich trennen. So kommt es, dass Violet in ihren Mittdreißigern beginnt an ihrer Lebenseinstellung und ihrem Aussehen zu zweifeln. In einem besonders verzweifelten Moment, in dem noch dazu ein bisschen Alkohol im Spiel ist, rasiert sich die sonst so auf ihre Haare bedachte Frau den Kopf kahl – die stärkste Szene im gesamten Film. Auf einmal merkt Violet wieviel Zeit sie täglich mit dem Stylen ihrer Haare zugebracht hat und dass sie diese nun anders nutzen kann.

Die Frau unterzieht sich einem Persönlichkeitswandel und lernt es mit der Zeit ihr neues Aussehen zu lieben und mit Stolz zu zeigen. Eine Geschichte die berührt und inspiriert und junge Frauen davon überzeugen soll, dass es nicht immer nur um die äußerliche Erscheinung einer Person geht. Trotz der anfangs von Klischees überhäuften Geschichte, fiebert man schlussendlich doch mit Violet mit und hofft auf ein gutes, für sie erfolgreiches (sowohl im Job, als auch in der Liebe) Ende. Interessanterweise endet die Rom-Com nicht so wie normalerweise mit dem glücklichen Ausgang einer Romanze, sondern fokussiert sich wahrlich auf die Heldin, Violet.´

Ein sehenswerter Film und an alle Mädels da draußen: „Es sind nur Haare, sie wachsen wieder, keine Sorge!“ ??


JK
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