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Filmtipps
Die Schöne und das Biest
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Eine der romantischsten Disney-Romanzen aller Zeiten wurde wiederbelebt und das mit großem Erfolg und einer durchaus sehr beeindruckenden Ausführung, die alle Sinne verzaubert.

Wer kennt sie nicht? Die Geschichte die allen Vorteilen über Aussehen und Eigensinnigkeit ein Ende bereitet, die Romanze des Biests und der Schönen – zwei komplette Gegenteile, faszinierte das Publikum schon im Jahre 1991 als Disney die erste Verfilmung des französischen Volksmärchens dieser herzzerreißenden Geschichte in den Kinos der Welt veröffentlichte. Die damalige Version gewann nicht nur zwei Oscars (Bester Song & Beste Filmmusik), sondern spielte auch mehr als 146 Millionen US-Dollar ein, was ihn zum dritterfolgreichsten Film im Jahre 1991 machte.

Sechzehn Jahre später gräbt Disney das weltberühmte Märchen ein weiteres Mal aus und dreht die Geschichte mit wahren Schauspielern. Zunächst reagierten die Leute mit gemischter Vorfreude auf die Ankündigung des Projekts. Einerseits freute sich die Menschheit natürlich über die Rückkehr eines ihrer liebsten Märchen zum Träumen, andererseits bestand die Befürchtung das dieses Remake dem ursprünglichen Animationsfilm um einiges nachstehen und die hohen Erwartungen niemals erfüllen wird können. Doch welcher Teil behält im Nachhinein Recht, gilt das Remake als Top oder doch eher misslungener Flop?

Der Inhalt der Romanze wird vermutlich allen bekannt und geläufig sein. Ein eigensinniger Prinz wird mitsamt seinen gesamten Schlossbewohnern von einer Hexe in ein Biest verhandelt und wird von dem Fluch nur dann erlöst, wenn er jemanden findet der ihn trotz seines Aussehens wahrhaftig liebt. Belle lebt in einem kleinen Dorf und wird von dessen Bewohnern als besonders komisch angesehen, da das Mädchen das Lesen liebt und am liebsten die ganze Welt sehen und das Dorf hinter sich lassen will. Ihr Vater, ein Erfinder, wird auf dem Weg zu einem Markt von seiner Strecke abgebracht und findet das verfluchte Schloss. Belle opfert sich für ihren Vater und wird freiwillig zu der Gefangenen des Biests, das sich ihr auf Rat der verzauberten Objekte, annähern will. Die beiden lernen sich näher kennen und verstehen sich immer besser und so weiter und so fort… Schließlich bricht Belle den Bann und der Fluch hat ein Ende, die beiden heiraten und leben glücklich bis zum Ende ihrer Tage.

Inhaltlich änderte Disney mit dem Realfilm nicht viel, eine kleine Änderung betrifft LeFou, Gastons Compagnon, der sich zu Ende als homosexuell entpuppt, da er und ein Schlossbewohner sich näherkommen, die erste homosexuelle Szene in einem Disney Film! Außerdem wird ein bisschen näher auf die Vergangenheiten des Biests und Belle eingegangen und zeigt somit jeweils eine Szene ihres Lebens als Kind, was ein größeres Verständnis für Ihre Entwicklung mit sich bringt. Das mit Abstand faszinierendste jedoch ist die Tatsache, dass der Film die ganze Zeit über ein gutes Level an Spannung beibehält und das obwohl man den Verlauf der Geschichte schon kennt! Ein großes Lob kann somit der ganzen Crew ausgesprochen werden, da dies bei einer schon bekannten Geschichte sicher nicht leicht zu erreichen ist.

Auch schauspielerisch hat Disney es abermals geschafft die Besten der Besten mit an Bord zu holen. Mit Emma Watson könnte die Rolle der Belle nicht besser besetzt werden, die Hauptdarstellerin bringt genau das gewisse Etwas, die Neugier der Belle mit auf die Leinwand. Doch auch die restliche Starbesetzung, die aus unter anderem Dan Stevens, Luke Evans, Kevin Kline, Josh Gad, Ewan McGregor, Stanley Tucci, Gugu Mbatha-Raw, Audra McDonald, Ian McKellen und Emma Thompson besteht begeistert das Publikum rasch mit einer grandiosen Performance, da ihnen die Rollen wie aufs Leib geschneidert passen. Auch graphisch gesehen wurden die wandelnden Objekte natürlich besonders fantastisch gebildet und gezeichnet, die einzige Verkörperung die ein bisschen missglückte ist Madame Pottine, die Teekanne, die mit der animierten Teekanne aus 1991 einfach nicht mithalten kann und meiner Meinung nach zu modernisiert wurde. Doch Disney selbst hat ebenfalls schon berichtet, dass diese Darstellung die schwierigste zu kreieren war und die meisten Probleme verursacht hat.

Bildlich wurden die Augen der Zuschauer sofort in einen magischen Bann gezogen. Die Vermischung des Realfilms mit den animierten Szenen kreierte eine besonders traumhafte Welt und hinterließ gemeinsam mit den hervorragenden Effekten einen sehr guten Eindruck. Passend dazu wurde die Szenerie schön gestaltet und erinnerte durchaus auch an den ursprünglichen Animationsfilm des Jahres 1991. Dieses Bild des Mitt-18.Jahrhundert-Zaubers wird unter anderem aber natürlich auch von den traumhaften Kostümen verstärkt, die das Gesamtbild perfekt abrunden.

Aber nicht nur die Augen, auch die Ohren wurden verzaubert. Der eigentlich schon bekannte, alte Soundtrack von Oscar-Preisträger Alan Menken komponiert, brachte dennoch eine Gänsehaut am ganzen Körper hervor! Gesungen von dem Ensemble selbst harmonieren die Stimmen der Schauspieler grandios miteinander und machen das Zuhören und natürlich auch das kollektive Mitsingen alles andere als langweilig.

Abschließend kann man bloß noch sagen, dass die neue Verfilmung ein wahres Disney-Meisterwerk ist und das Träumen wieder leichter zulässt! Das Tribut an die berühmte Romanze ist geglückt, trotz all der kritischen Erwartungen und ist durchaus sehenswert, ein MUST-SEE!
Das einzig wahre Manko des Pakets ist die detaillierte Verkörperung des Biests, da Disney mit dieser animierten Figur, gemischt mit echter Mimik und Gestik von Dan Stevens, ein Wunder geschaffen hat. Doch nach der legendären Verwandlung des Biests zu einem Menschen ist man fast enttäuscht, da das Biest eigentlich besser aussieht als der menschliche Prinz! ;-)
Viel Spaß im Kino, lasst euch genauso sehr wie ich verzaubern!
“Tale as old as time, song as old as rhyme.”


JK
Lasst euch von diesem verzaubernden Trailer in den Bann ziehen.



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