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50jähriges Jubiläum von KLAUS KRZISCH!
03.10.2014 15:38:50 Uhr

Im September 1964, also vor 50 Jahren trat Klaus Krzisch seinen Dienst in der Spanischen Hofreitschule an und fand dort seine Bestimmung, ein Leben mit und für die Pferde.

Seine glänzende Laufbahn krönte im Jahr 2006 die Ernennung durch seine Kollegen zum Ersten Oberbereiter.

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Einzigartig in der Geschichte der Spanischen Hofreitschule ist wohl, dass Klaus Krzisch 15 Jahre lang mit „seinem Leibpferd“ Siglavy Mantua das Solo ritt.

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Niemand vor ihnen schaffte das, was die beiden leisteten. 15 Jahre in einer Perfektion und Harmonie die „Höchste“ Schule der Klassischen Reitkunst, in einer spürbaren Verbundenheit von Herrn Krzisch zu „seinem“ Mantua und umgekehrt.

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So innig, dass auch Nichtpferdemenschen der Atem stockte. Die Aufnahmen von ihrem letzten gemeinsamen Auftritt im Jahre 2005, Siglavy Mantua war 27 Jahre alt, berühren noch heute die Herzen.
Video "Klaus Kzisch auf Siglavy Mantua".

Damals schüttelten noch gekrönte Häupter, wie Queen Elisabeth

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oder die spanische Infantin Elena,

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aber auch Staatmänner wie US-Präsident Ronald Reagan

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(um nur wenige zu nennen) den Bereitern die Hand. Etwas, was den jungen Bereitern heute verwehrt bleiben wird, wohl auch ein Resultat des allgemein sichtbaren Qualitätsverfalls der Spanischen Hofreitschule.

Viel erlebt hat Klaus Krzisch in diesen 50 Jahren und gerne hätte er wohl seine Karriere auch in der Art und Weise zu Ende gebracht, wie es 40 Jahre lang sein tagtägliches Leben war. Aber gut 10 Jahre sind nun seit der Ausgliederung vergangen, wo nichts mehr bleiben sollte, wie es war. Wo Qualität noch vor Quantität stand. Wo das Pferd noch im Mittelpunkt stand und nicht Besucher- und Verkaufszahlen, Bälle, PR-Events und die „SHOW“! Wo noch die Hohe Schule der Klassischen Reitkunst gehegt und gepflegt wurde, in einer tagtäglich gelebten und geliebten Form. Wo die Bereiter noch entschieden, was gut für „ihre“ Pferde war und nicht Geschäftsführungen vorgaben, was gut für die Bilanz ist. Der Grund dafür, dass I. OB Krzisch auch 2009 dienstfreigestellt wurde, weil er seine Berufung und seine Aufgabe darin sah, zu erhalten, was bereits 400 Jahre vor seinem Eintritt bestand.

Bis heute kämpft er darum, was ihm von seinen Lehrmeistern beigebracht wurde. Bis heute kämpft er um das, was ihm sein Leben lang am Herzen lag. Die Pferde, die Kunst, die Geschichte, die Tradition. Eben die „Spanische“.

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PS: Es dürfte niemanden überraschen, dass weder von offzieller Seite, noch von Seiten der Spanischen Hofreitschule eine Gratulation oder Würdigung seines Jubiläums erfolgte. Zumindest aber das Präsidium des „Freundeskreis der Klassischen Wiener Reitkunst“ gratulierte von Herzen! Mit Sachertorte.

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