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Pressekonferenz des Vereins Freundeskreis der Klassischen Wiener Reitkunst 18.06
20.06.2014 11:20:38 Uhr

„Ich will arbeiten!“ so dezitiert formulierte der dienstfreigestellte I. Oberbereiter Klaus Krzisch seinen Wunsch auch nach seiner vom VwGH aufgehobenen Zwangspensionieren wieder an die Spanischen Hofreitschule zurückkehren zu wollen.

Bei der Pressekonferenz des umbenannten „Freundeskreis“, der jetzt „Freundeskreis der Klassischen Wiener Reitkunst“ heißt, saß auch Klaus Krzisch am Podium. Jener Erste Oberbereiter, der seit 2009 Dienstfrei gestellt ist und seither um seine Wiederbeschäftigung kämpft. Obwohl nunmehr der Pensionsbescheid als rechtswidrig aufgehoben wurde und darin das Höchstgericht auch für Beamte ausdrücklich Kritik – wie von Krzisch geäußert – für zulässig erklärt, muss er immer noch tatenlos zusehen, wie seine ehemalige Wirkungsstätte von einem einst weltweit hochangesehen Reitinstitut zu einem Wanderzirkus mutiert. „Bald treten die Lipizzaner auch beim Dorfkirtag auf!“ soll ein Bekannter unlängst zu ihm gesagt haben und hat damit sehr treffend den Umstand beschrieben, dass scheinbar nichts mehr undenkbar ist, was manche noch immer nicht glauben können oder wollen.

Sängerknaben singen während der Vorführungen in der Hofreitschule, Friesenpferde – von Amateuren geritten – sind Teil der Gala-Vorstellung am Heldenberg und als Rahmenprogramm schauen die „Pferderln“ der Wiener Gesellschaft beim Tanzen auf der Fête Impériale zu. Seit Tagen stehen die Lipizzaner in ihren Boxen mitten im Geschehen, wurde doch ihr Stallhof als Teil des Sommerballs überdacht. Nun müssen die Lipizzaner bei hohen Temparaturen quasi im Glashaus ausharren. Hitze, Baulärm und Orchestermusik bis in die frühen Morgenstunden sind nicht im Interesse der Hofreitschule, sondern stehen dem Wohl der Tiere tatsächlich entgegen. Aber scheinbar ist im Zeichen des „Fundraising“ alles erlaubt. Erneut prangerte der Freundeskreis die ebenso aus kommerziellen Gründen verdoppelte Anzahl an Vorführungen und Trainings an, die mit allen qualitativen und reiterlichen Nachteilen nicht einmal den erhofften wirtschaftlichen Erfolg brachten, weist doch die letzte Bilanz erneut ein Defizit aus. Aber statt darüber nachzudenken, dass der eingeschlagene Weg der Geschäftsführung vielleicht doch nicht der Richtige war, werden jene, die Verbesserungen vorschlagen, eingeschüchtert, als Nestbeschmutzer diffamiert oder gleich dienstfrei gestellt.
Nur der „Freundeskreis“ und der Erste Oberbereiter haben sich bisher nicht kleinkriegen lassen und zeigen auch weiterhin auf, was falsch läuft.

So hat der Freundeskreis einmal mehr vom Landwirtschaftsminister bei der heutigen Pressekonferenz eingefordert, die Eigentümerfunktion in der Spanischen Hofreitschule wahrzunehmen und den ersten Oberbereiter wieder an die Schule zurückzuholen, bevor das Wissen um die Hohe Schule der Reitkunst „endgültig vor die Säue geht“ – wie der Präsident des Vereins, Günter Zeman in Anspielung auf die Eröffnung der Ballveranstaltung mit Schweinen als unterhaltsame Stargäste, warnte.

Nächstes Jahr werden „450 Jahre Spanische Hofreitschule“ gefeiert; eine gute Gelegenheit sich auf das rückzubesinnen, was sich viereinhalb Jahrhunderte bewährte, aber innerhalb von nur 5 Jahren seit 2009 von der derzeitigen Geschäftsführung an den Rand des Abgrunds geführt wurde. Derzeit ist man geneigt zu sagen: „Es war einmal!“

Rückfragen:
office@freundeskreis-srs.at
Dr. Josef Offenmüller 0664/131 97 83
RA Mag. Dominik Konlechner 01/890 99 16



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