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Nachschau zur Bilanzpressekonferenz Geschäftsjahr 2012
05.09.2013 07:39:33 Uhr

Im Rahmen der Pressekonferezen der Geschäftsführung der Spanischen Hofreitschule zum Geschäftsjahr 2012 gab es einige interessante Aussagen, denn:

Überraschenderweise gibt es anscheinend eine Annäherung im Verständnis zum Thema Hofreitschule zwischen der Geschäftsführung der Spanischen Hofreitschule und uns, dem Freundeskreis! Wenn auch nur am Rande erwähnt, jedoch im Kern getroffen: „Die Hofreitschule ist ein "Kulturbetrieb" (derzeit noch im Umweltministerium falsch beheimatet) – ausgesprochen von Geschäftsführer Erwin Klissenbauer im Rahmen der Bilanzpressekonferenz. Ein kleiner Schritt, aber eine hoffentlich tatsächlich große Erkenntnis, mit positiver Auswirkung und Rückbesinnung der Geschäftsführung auf die wahren Werte der Hofreitschule. Es bleibt zu hoffen, dass auch politisch der nächste Schritt, nämlich der Transfer dieses Kulturbetriebes „SRS“ in das Kulturministerium nun nach den Wahlen vollzogen wird, bevor die weißen Rösser ergrauen und die Schulsprünge nur mehr aus der Literatur ersichtlich sind oder an anderen Reitschulen bewundert werden können.

„Es ist ja auch nicht Ziel der Spanischen Hofreitschule, große Gewinne zu machen, weil wir nicht ein normal zu sehender Betrieb sind“

… steht da weiter zu lesen. Und auch da hat GF Klissenbauer recht und wir hoffen, dass ER sich mit seiner Einstellung durchsetzt, um die Kultur zu bewahren. Schade ist nur, dies hervorzustreichen, wenn Gewinne nicht darstellbar sind. Schön wäre es, wenn GF Klissenbauer dies immer so sehen und präsentieren würde und nicht nur, wenn die wirtschaftlichen Kennzahlen nicht so gut sind wie man das möchte. Im vorigen Jahr konnte der – ohnehin fiktive - Gewinn gar nicht groß genug hinaus posaunt werden.

In diesem Zusammenhang können wir allerdings nicht oft genug erwähnen, dass wir nichts gegen Einsparung vermeidbarer Kosten und die Etablierung sinnvoller Möglichkeiten, Zusatzgewinne oder außerordentliche Erträge zu erwirtschaften haben. Was wir aber strikt ablehnen ist, wenn jene Qualität darunter leidet, die das Institut zum weltweit einzigartigen Kulturträger hippologischer Prägung gemacht hat.

Eine andere Bemerkung von Frau „Generaldirektorin“ Gürtler - nach wie vor ist es nicht verständlich, warum Frau Gürtler „Generaldirektorin“ ist und Herr Klissenbauer „Geschäftsführer“ – nach unserer Kenntnis der Geschäftsordnung sind beide GF oder beide GD - stößt allerdings sehr eigenartig auf, wenn man folgendes liest:

„Laut Generaldirektorin Elisabeth Gürtler und Geschäftsführer Erwin Klissenbauer beträgt er €172.000 Euro. Allerdings“, so betont Gürtler: "Es ist kein operatives Minus, sondern es ist durch Rückstellungen bedingt, die wir vorsorglich bilden mussten. Zu den Gründen dafür zählt etwa, dass ein suspendierter Oberbereiter derzeit gegen das Traditionsunternehmen prozessiert.“

Hiezu sei festgehalten: Frau GF Gürtler hat den Ersten Oberbereiter Klaus Krzisch als de facto Leiter der „Reitbahn“ aus sogenannten disziplinären Gründen dienstfrei gestellt ( wie auch OB Johann Riegler), SIE hat auf sachliche, fundierte und vorallem BERECHTIGTE Kritik mit der völlig unberechtigten Freistellung reagiert! Indess sprachen ALLE Gerichtsinstanzen Herrn OB Krzisch von jeder Schuld frei und gaben ihm auch Recht in der Frage der Entschädigungsleistungen. Frau GF Gürtler hat diesen finanziellen Schaden der die Hofreitschule trifft, allein verursacht. Eigentlich müsste sie persönlich im Sinne des Verursacherprinzipes aufkommen, jedoch werden die Steuerzahler dies wieder gut machen müssen. Fr. GF Gürtler hat stattdessen die Unverfrorenheit, dies auch als Entschuldigung für die negative Bilanz anzuführen – ohne zu erwähnen, dass sie die Ursache dafür ist. Es steht auch nirgends zu lesen, dass sie von den Gerichten verurteilt wurde, den Pflegern in der SRS vorenthaltenes Geld auszuzahlen, nochmals eine schöne Stange Geld.
Um dann vor die Presse zu treten und das Minus in der Bilanz „schön“ zu reden, da braucht man schon einen starken Rückhalt in den politischen Netzen und anderen Gremien !

Frau GF Gürtler eilt in der SRS auch der Ruf voraus, „immer recht zu haben“ - ihr angeblich getätigter Ausspruch: „egal ob ich recht habe oder nicht, ich HABE immer recht“ – in diesem Falle nicht. Gottseidank lässt sich die österreichische Gerichtsbarkeit nicht in das Gürtler-Netzwerk einspannen und sieht die Sache anders. Und (nochmals) „Gottseidank“ gibt es diese unabhängige Gerichtsbarkeit!

Leider zeigen die österreichischen Medien dies alles nicht in ausreichender, aufklärender Weise auf, was sehr wünschenswert wäre. Zu sehr sind offensichtlich in der sogenannten „heutigen“ Zeit der Gewinn und die finanziellen Werte Ziel und Freude einer jeden Aktivität.

Und noch immer haben die zuständigen Stellen nicht begriffen, dass im Bereich „Kultur“ eine andere „Wirtschaftlichkeitsberechnung“ anzusetzen ist – nämlich die Umwegrentabilitätsrechnung. Wie lange wird dieser Verständnisprozess wohl noch dauern………




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