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Fragnerland
Der Biosphärenpark Wienerwald



Die Länder Niederösterreich und Wien haben im Millenniumsjahr 2002 mit einer Vielzahl von gemeinsamen Veranstaltungen und Aktivitäten den Wienerwald ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gerückt.


Mit der Wienerwald-Deklaration 2002 wurden Schutz- und Entwicklungsziele sowie Maßnahmen, die den Wienerwald als Natur- und Erholungsraum wie auch als Lebens- und Wirtschaftsraum für künftige Generationen sichern sollen, verankert.

Die im Auftrag der beiden Länder erstellte "Machbarkeitsstudie Wienerwald" erbrachte eine klare fachliche Empfehlung: Das UNESCO Schutzgebietskonzept "Biosphärenpark" wurde als das ideale Instrument für dauerhaften Schutz der herausragenden Naturwerte und der einzigartigen Kulturlandschaft des Wienerwaldes erkannt.

Mit der Einsetzung des Biosphärenpark Wienerwald Managements, das im Jänner 2003 seine Tätigkeit aufgenommen hat, bekräftigten die Länder Niederösterreich und Wien ihre Absicht, gemeinsam die Einrichtung eines Biosphärenpark Wienerwald vorzubereiten. Basierend auf der Machbarkeitsstudie soll ein umfassendes Konzept erstellt werden, das den von der UNESCO vorgegebenen Kriterien entspricht und die Zuerkennung des international anerkannten Status "Biosphärenpark" ermöglicht.

Das Biosphärenpark Konzept der UNESCO baut auf einer ganzheitlichen Sicht auf, die den Menschen als Landschaftsgestalter mit seinen unterschiedlichen Nutzungsansprüchen aktiv einbezieht. Biosphärenparks haben gleichrangig folgende Funktionen zu erfüllen:

  • Schutz von Ökosystemen, der Biodiversität und der genetischen Ressourcen
  • Förderung einer ressourcenschonenden Nutzung und einer ökologisch nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung mit hoher regionaler Wertschöpfung
  • Umweltforschung und Umweltbildung für besseres Verständnis der wechselseitigen Einflussfaktoren von Mensch und Natur
    Als wesentliches Instrument dient die Ausweisung folgender Zonen:
  • Kernzonen: Hier soll sich die Natur weitgehend ohne Einfluss des Menschen entwickeln können. Im Wienerwald ausschließlich vorgesehen in Waldflächen, die gegen Abgeltung des Nutzungsentgangs frei von forstwirtschaftlicher Nutzung sein sollen.
  • Pflegezonen: Als Pufferbereiche um Kernzonen, vor allem aber zur Erhaltung der von landwirtschaftlicher Nutzung abhängigen Kulturlandschaft.
  • Entwicklungszone: Bis zu 80% der Gesamtfläche als Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum der Bevölkerung mit dem Ziel, modellhafte Nutzungsweisen zu entwickeln, die den Ansprüchen von Mensch und Natur gleicher Maßen gerecht werden.

    Zentral für die optimale Ausschöpfung der Chancen, die ein Biosphärenpark einer Region eröffnet, ist die Einbindung und Beteiligung der Bevölkerung und möglichst vieler Akteure. Der Biosphärenpark will die Menschen im Wienerwald zu aktivem Mitgestalten der Zukunft ihrer Region motivieren. Nachhaltige Bewirtschaftung wird im Biosphärenpark Wienerwald nicht nur weiterhin eine reich strukturierte Kulturlandschaft erhalten, sondern Entwicklungsfeld für vielfach innovative Partnerschaften sein. Im Miteinander scheinbar unterschiedlicher Interessenslagen wie Erholungsnutzung und Tourismus, Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz und gewerblichen Aktivitäten eröffnen sich neue Perspektiven.

    Nähere Informationen:

    BIOSPHÄRENPARK WIENERWALD MANAGEMENT
    c/o Verein Niederösterreich-Wien, gemeinsame Erholungsräume
    2361 Laxenburg, Schlossplatz 1
    Tel.: 02236/71225-15
    Fax.: 02236/72730
    e-mail: office@biosphaerenpark-wienerwald-management.at


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